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Generationendialog

„Alte Hasen erzählen ...“

Hinter die Kulissen schauen, Tipps von Profis erhalten oder auch selbst mal das Werkzeug in die Hand nehmen - die „Woche der offenen Unternehmen“ bietet Schülern der 8. Klasse in Sachsen jedes Jahr zahlreiche Möglichkeiten, um über den Tellerrand hinaus zu schauen und sich in der nicht ganz einfach zu überblickenden Berufswelt behutsam zu orientieren.
Einige Schüler haben darüber hinaus auch den Blick zurück in die Berufswelt von damals gerichtet und am 16. März 2018 jene zu ihrer Berufsbiographie befragt, die sie bereits abgeschlossen haben. Ziel war es, dazu miteinander ins Gespräch zu kommen und dabei wertvolle persönliche Einblicke zu erhalten sowie Fremderfahrungen der älteren Generation für den eigenen Entscheidungsprozess nutzbar machen zu können.

Zu gewählten Aspekten wurden zunächst Interviewfragen vorbereitet und Strategien der Gesprächsführung besprochen. Im Anschluss daran fanden die Interviews statt, die mit einigen Bewohnern des ASB-Seniorenheims Dresden „Am Gorbitzer Hang“, gegenüber unserer Schule, geführt wurden. Zurück im Klassenraum wurden die Interviewdaten ausgewertet und zu guter Letzt, gefüllt mit allerlei Sinneseindrücken, in Reportagen überführt.

Die Beiträge können entweder ab Anfang Mai in der hauseigenen Heimzeitung, aller Voraussicht nach im Jahrbuch oder unten nachgelesen werden.Wir danken allen Interviewten sehr für Ihre Zeit und ihre Offenheit.

Oliver Hüttenrauch

 

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Lernen von Älteren

Eine Reportage von Maximilian Kutschka von Rothenfels und Kay Pause

Das Thermometer zeigt 7°C, eine Klasse entfernt sich von ihrer Schule. Ihr Ziel ist das Altersheim am Leutewitzer Ring in Gorbitz. Beim Betreten des Hauses müssen wir noch etwas warten. Spannung macht sich breit, was uns erwarten wird. Unsere Aufgabe ist, Senioren zu ihrem Arbeitsleben zu befragen.

Nach wenigen Minuten geht es los, meine Gruppe setzt sich mit Frau Erika Mai an einen runden Tisch. Sie ist sich auch nicht sicher, ob sie uns wirklich gute Antworten geben kann. Als wir uns setzen, redet sie sofort los. Meine Dreiergruppe hat noch nicht mal Zeit, sich vorzustellen und den Sinn des Treffens zu erläutern. Außerdem dachte sie nicht, dass wir vom Tschirnhaus-Gymnasium kommen, sie hatte mit deutlich jüngeren Kindern gerechnet.
Nachdem alles klar ist, bitten wir sie darum, dass sie uns einfach alles erzählt. Sie fängt damit an, dass sie 92 Jahre alt ist und aus Niederlommatzsch stammt (in der Nähe von Meißen). Sie lebte mit ihren zwei Schwestern und ihren Eltern in einem kleinen Haus. Sie ist nie in einen Kindergarten gegangen. Dann kam sie in die Schule, in ihrer Klasse waren 25 Schüler, also ähnlich wie heute. Acht Jahre ist sie zur Schule gegangen. Eine weiterführende Schule hat sie nicht besucht, auch eine Ausbildung hat sie nicht gemacht.
Ihr Arbeitsleben war von verschiedenen Arbeitsplätzen geprägt: Sie hat zum Beispiel als Verkäuferin und in einem Krankenhaus gearbeitet. Ihr habe allerdings der Beruf als Sekretärin besonders gefallen, den sie dann 28 Jahre lang ausübte. Sie sagt auch, es sei ihre freie Entscheidung gewesen, ihr Arbeitsleben so zu gestalten. Sie berichtet außerdem, dass es auch damals schon ähnliche Angebote wie unser Schau-Rein-Projekt gab.

Mittlerweile hat sie sich warm geredet, doch dann endet unser gemeinsames Gespräch schon wieder. Mit vielen neuen Eindrücken von früher begeben wir uns zurück zur Schule. Es sind jetzt 13°C am Thermometer.

 

Berufserfahrungen: von Generation zu Generation

Eine Reportage von Edda Kanarski, Elisa Hantschmann und Sina Sapkota

Viele Jugendliche sind unentschlossen, was ihre Berufswahl betrifft. Um sich Anregungen zu holen, sind wir, die Schüler des Ehrenfried-Walther-von-Tschirnhaus-Gymnasiums, ins Altersheim gegangen, zu einer Generation, die das alles bereits hinter sich hat.

Wir sind gerade im Gespräch mit Frau Latzel, die uns Spannendes über ihre Ausbildung und ihren Beruf mit elektromotorischen Kühlschränken erzählt. Von ihr erfahren wir, dass es damals keine Berufsorientierungsmöglichkeiten für unentschlossene Jugendliche gab und wir also froh sein können, einige solcher Angebote nutzen zu können.
Es gab viel weniger Jobangebote, aber wie die Seniorin uns berichtet, war es schon damals sehr wichtig, das zu machen, was einem Spaß macht. Das war aber oft nicht leicht oder gar nicht möglich, wenn zum Beispiel das Geld fehlte oder die Zensuren nicht stimmten.
Glücklicherweise erzählt uns Frau Latzel noch, dass es nicht schwer war, sich an das Berufsleben zu gewöhnen. Außerdem erleichtert es uns, zu hören, dass wir später nicht für immer den Beruf ausüben müssen, für den wir studiert oder gelernt haben, sondern uns auch danach noch umentscheiden können.

Die Eindrücke, die wir erhalten haben, sind sehr positiv und werden uns sicher auf unserem Weg zur Berufsfindung helfen.

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